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	<title>Freundschaft Archive - Nevermind Blog</title>
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	<description>Der Blog über Gedanken, Menschen &#38; Geschichten</description>
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	<title>Freundschaft Archive - Nevermind Blog</title>
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		<title>&#8222;Never stop playing&#8220; by Lukas Wetzel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2020 19:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es freut mich sehr, dass ich heute den Text von Lukas mit euch teilen darf. [&#8230;]</p>
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<p><em>Es freut mich sehr, dass ich heute den Text von Lukas mit euch teilen darf. Ein Freund aus Schulzeiten &#8211; von dem ich lange nichts gehört habe. Lukas hat meinen Blog gelesen und sich als leidenschaftlicher Schreiber geoutet. Wir haben uns ausgetauscht und dann die Idee gehabt, etwas gemeinsam zu starten &#8211; et voilá: ein Gastbeitrag! Meine Gedanken zum Thema folgen im nächsten Beitrag. </em></p>



<p>P<em>.S.: Dein Text rockt, Luke! Auf weitere Schreib-Cooperations. </em> </p>



<p>„Never stop playing“ &#8211; diese Zeile lese ich, sobald ich aus meinem WG-Zimmer trete. Sie steht auf einer der Postkarten, die meine Türe zieren. Darauf abgebildet ist ein Mann, der mit einem Bein auf einem Stein balanciert, bei einem sagenhaften Morgenrot. Keine Frage, das Leben verlangt Balancekünste von uns &#8211; wenn Träume platzen, Pechsträhnen anhalten oder das Schicksal zuschlägt. Corona hat mich, wie viele andere, vor den Computer zuhause verbannt. Ich studiere Soziale Arbeit. Irgendwann wurde ich melancholisch. Geliebtes Studentenleben passé! Doch jeden Tag stolpre ich über die Karte. </p>



<div class="quote">Never stop playing.<p class="quote-author">Was steckt nur dahinter</p></div>



<p>Klar, ich bin kein Kind mehr. Aber ein Leben ohne Spiel, das wäre ja purer Ernst! Corona macht das Leben jedoch ernster, nimmt mir die Unbeschwertheit. Allein die Masken, die ein schönes Lächeln überdecken. Umso wichtiger ist es für mich, das Spielkind in mir zu entdecken. Wild drauf loskritzeln, Fange spielen, Grimassen schneiden. Kinder freuen sich über Winzigkeiten. Die kann ihnen auch kein dämliches Virus nehmen. Doch wie stehts bei mir mit den kleinen kindlichen Freuden?&nbsp; &nbsp;</p>



<p class="big-text "> Postkarten ziehen mich magisch an. Dicke Wälzer weg &#8211; vielleicht steckt die Wahrheit ja in kurzen Sätzen, die auch ein Kind versteht!</p>



<p>Ich bin auf der Suche nach Sprüchen, die mich aufhorchen lassen. Nach und nach habe ich meine Zimmertüre zugekleistert mit Karten: „Einfach. Zufrieden. Sein“. „Egal, wie viel Kekse du isst, Schuhe passen immer“. Oder mein Corona-Liebling: „Komme, Was <em>Wolle</em>“, darauf abgebildet ein ungeschorenes Schaf, das den Betrachter gelassen anblickt.</p>



<p>Seit Kurzem arbeite ich im Fairkauf in Weingarten, einem Second Hand Laden. Bei der Arbeit fühle ich mich wie ein Kind im Spielzeugladen. Jeden Tag kommen kartonweise Sachen im Lager an. Manchmal gibt’s richtige Volltreffer: Saugroboter, Massagegerät, Crêpes Maker. Crêpes machen, während der Saugroboter putzt? Und nach dem Essen eine Massage? Sehr verlockend! Ich muss das Kind in mir bremsen, es würde am liebsten den halben Spielzeugladen ausräumen.</p>



<p>Mandalas ausmalen &#8211; ist doch Kindergarten. BK war für mich früher aber eher Freistunde als Leidenschaft. Dann bin ich wohl im Kindergarten genau richtig. Im Buchladen habe ich zu „Colorful Moments &#8211; Ausmalen &amp; Entspannen“ gegriffen. Meine Buntstifte sind griffbereit. Ich spiele smoothen Bluesrock. Für die Nase gibt’s verdampfendes Lavendelöl, für den Gaumen Grünen Tee. </p>



<p class="big-text "> Und los geht’s! Eine Stunde lang Kindergarten, Tiefenentspannung und Fröhlichkeit.</p>



<p>Nichts sehen, hören, riechen, schmecken und spüren &#8211; ein Leben ohne Sinne wäre im wahrsten Sinne des Wortes sinnlos. Gegenüber meiner Wohnung ist ein kleines Kunstatelier. Beim Betrachten eines Gemäldes bekam ich Gänsehaut. Das Bild stellt diese Sinnlosigkeit so intensiv dar. Ein Bürokrat mit Glatze im weißen Hemd ist darauf zu sehen. Hölzerne Wäscheklammern klemmen seine Augen, Ohren, Nase und Mund zu. Völlig ausdruckslos, völlig gefühllos starrt der Mann mich aus dem Bild heraus an. Der Sinn der Postkarte mit dem Balancekünstler erschließt sich mir in diesem Moment völlig: „This bureaucrat stopped playing!“ So leblos wie der Bürokrat möchte ich auf keinen Fall werden. Ich will nicht aufhören, zu spielen. Ich will auch mal Kind sein.</p>



<p>In meiner Wohnung liegt eine Sammlung Asterix-Hefte, die ich als Kind verschlungen habe. Kann man zu alt für Asterix sein? Nein! Die Comics sind die perfekte Lektüre nach 30 Seiten Sozialmedizin. Beim Lesen denke ich an meine Postkarten. Von den Galliern könnte ich mir eine Scheibe abschneiden. „Einfach. Zufrieden. Sein“ &#8211; das leben die Gallier doch vor. „Komme, was wolle“ &#8211; die Gallier haben nur Angst davor, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Oder das Lebensmotto von Obelix: „Egal wie viel Wildschweine du isst, Schuhe passen immer“.</p>



<p>Ganz Spielkind bin ich beim Basketball. Dribblings, Würfe, Pässe &#8211; alles geschieht blitzschnell, mal reflexartig, mal kontrolliert. Beim Basketball fühle ich mich so lebendig wie mit 14, als ich zu spielen begann. „Never stop Playing“! </p>



<p class="big-text "> Solange mein Körper „mitspielt“, will ich weiter Basketball spielen. Auf dem Court kann ich für ein paar Stunden Corona und alle anderen Sorgen vergessen.</p>



<p><em>Lukas Wetzel. </em></p>
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		<title>Wir gehören doch alle zusammen, oder?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 20:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte von Didar zu schreiben hat mich wirklich herausgefordert. Es fällt mir schwer in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Geschichte von Didar zu schreiben hat mich wirklich herausgefordert. Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was er mir erzählt hat. Ich kenne Didar durch meine Arbeit nun seit fast zwei Jahren. Schon nach unserem ersten Treffen war mir klar, dass er seinen Weg gehen wird. Als er mir jedoch sagte, er wolle Kameramann werden und Filme drehen, war ich zuerst unsicher, ob das ein realistischer Wunsch ist. Nachdem ich seine Geschichte kenne, weiß ich, dass es seine Berufung ist.</p>



<p>Zum Interview treffen wir uns in Ravensburg in einem Café. Es ist sehr heiß und der Himmel sieht nach Gewitter aus. Wir setzen uns trotzdem nach draußen – was wir später noch bereuen werden. Wir beginnen die Geschichte ganz am Anfang. Didar ist 23 Jahre alt und Jeside. Er lebte mit seiner Familie in Shingal im Nordirak. Die Jesiden sind eine ethnisch-religiöse Minderheit die hauptsächlich im Nordirak, Nordsyrien und der östlichen Türkei leben. In Deutschland lebt die größte Gemeinschaft von Jesiden außerhalb des Nahen Ostens mit rund 200.000 Menschen. Seit August 2014 sind die Jesiden einem andauernden Genozid ausgesetzt. Der Islamische Staat überfiel die Shingal Region und tötet laut Schätzungen der UN rund 5.000 Jesiden – an nur einem einzigen Tag. Tausende von Frauen wurden versklavt und verschleppt. Über 400.000 Menschen wurden aus der Heimat vertrieben – einer davon war Didar. </p>



<p><div class="quote">Wir waren schon im Irak Flüchtlinge – meine Heimatstadt war komplett zerstört. Über ein Jahr haben wir in einem Flüchtlingslager gelebt und gehofft, wieder zurück zu können<p class="quote-author">Didar</p></div>.</p>



<p>Didars Cousin ging zurück nach Shingal, nachdem die Stadt befreit wurde. Als er ins Flüchtlingslager zurückkehrte fand er nur ernüchternde Worte: „Nicht in 1.000 Jahren können wir diese Stadt wiederaufbauen“. Der Entschluss stand fest – eine Zukunft im Irak gab es für Didar und seine Familie nicht mehr. Nach über einem Jahr im irakischen Lager, musste Didar Abschied nehmen. Man könnte meinen, das fällt nicht schwer. Doch Didar hatte im Lager Freunde gefunden, die zu Familie wurden. „An meinem letzten Abend haben sich alle meine Freunde in einem Café versammelt und ich musste sagen, dass ich jetzt gehen werde. Wir haben alle geweint!“.</p>



<p>Didar kam am 1. Dezember 2015 mit elf weiteren Familienmitgliedern in Deutschland an. In Passau, der Ort an dem ich zu diesem Zeitpunkt studiert habe. Wenn ich an die Bilder zurückdenke, als beinahe täglich hunderte Menschen zu Fuß über die Grenze von Österreich nach Deutschland gelaufen sind, bekomme ich noch heute Gänsehaut. Es folgten für Didar und seine Familie zahllose Stationen quer durch Deutschland. Von Unterkunft zu Unterkunft. Mit den Mitbewohnern gab es öfters Probleme – teilweise waren die Konflikte so heftig, dass die Personen getrennt werden mussten. Nach einem Jahr kommen die Murads endlich an – in Friedrichshafen am Bodensee.</p>



<p>Seinen ersten Fotoapparat bekam Didar von seinem Vater – schon im Irak. „Ich habe angefangen, andere zu beobachten, wenn sie Bilder machen. Eines Tages habe ich einen Fotografen getroffen und ihm meine Bilder gezeigt. Er war überrascht und meinte, ich habe ein besonderes Gefühl für das richtige Bild“. </p>



<p class="big-text "> Als Didar beginnt über seine Erfahrungen mit der Kamera zu sprechen, fängt er an zu strahlen. Man kann spüren, dass er seine Leidenschaft gefunden hat.</p>



<p>Eine Geschichte ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. „Als wir im Lager im Irak gelebt haben, taten mir besonders die vielen Kinder leid, die dort schwer traumatisiert gelebt haben. Sie konnten nicht mehr lachen. Aber sollten Kinder nicht immer Grund haben zu lachen? Ich habe begonnen Fotos von den Kindern zu machen und sie ihnen gezeigt. Das bereitete ihnen so große Freude, dass sie irgendwann wieder lächeln konnten“.</p>



<p>An dieser Stelle müssen wir das Interview abbrechen – es beginnt in Strömen zu regnen. Wir schaffen es gerade noch alles zusammenzupacken und schnell das Bild von uns zu machen. Nass vom Regen und unter irgendeinem Vordach. Vielleicht schaffen wir es ja noch irgendwann ein richtig schönes Bild von uns zu machen, was meinst du, Didar? </p>



<p>Die restlichen Fragen beantwortet Didar mir per Sprachnachricht. </p>



<p class="big-text "> Ich höre mir diese Nachricht immer und immer wieder an und kann kaum glauben, was er für schöne Sätze gefunden hat.</p>



<p>Was er gerne filmen würde, habe ich ihn gefragt. „Menschen – ganz klar. Am schönsten sind die alltäglichen Geschichten. Die Geschichten über Menschen – glückliche, gute, traurige, aber schöne Geschichten. Das Leben eben.“ Er beschreibt eine Szene, in der man eine Kirche, eine Moschee und verschiedene Tempel sehen kann. „Wir gehören doch alle zusammen, oder? Egal welche Religion und welche Herkunft. Kinder spielen doch auch alle gemeinsam.“ Ich lasse dieses Bild auf mich wirken. Es berührt mich, dass Didar es so sehen kann – nachdem er aufgrund seiner Religion, seiner ethnischen Herkunft fast sein Leben verloren hätte und sein Land verlassen musste. „Ich wünsche mir von meinen Mitmenschen, dass wir aufhören zu hassen. Denn ich kann Hass nicht verstehen. Wieso können wir einander nicht einfach helfen? &nbsp;Egal ob Flüchtlingen, Obdachlosen, Alten oder Kranken – das ist unsere Verantwortung.“</p>



<p>Das alles hört sich so einfach an. In der Realität finden wir doch leider oft genau das Gegenteil. Umso mehr freut es mich für Didar, dass er so großes Glück hatte. Er konnte gerade ins zweite Ausbildungsjahr als Mediengestalter für Bild und Ton zu einem Fernsehsender nach München wechseln.  Wir konnten ihm mit Hilfe von Kontakten sogar ein bezahlbares Zimmer vermitteln – eine pensionierte Ärztin bietet in ihrem Haus in bester Lage in München Wohnraum für junge Menschen an, die sonst kaum eine Chance haben etwas zu finden. Das klingt nach einem tollen Neuanfang.</p>



<div class="quote">Was würdest du gerne an deinem Leben ändern?<p class="quote-author">Meine letzte Frage an Didar</p></div>



<p>„Ich möchte mich mehr trauen &amp; sagen was ich fühle. In letzter Zeit war ich oft einsam – ich bin nicht alleine, es gibt viele Menschen um mich herum. Aber trotzdem fühle ich mich manchmal einsam“. Nach diesen Worten muss ich kurz innehalten. Ich verstehe was Didar meint. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es für viele Geflüchtete schwer ist, verstanden zu werden und Anschluss zu finden.</p>



<p>Lieber Didar, ich wünsche dir von Herzen alles Gute für deinen weiteren Weg. Ich bin mir sicher, deine Zukunft wird großartig sein. Ich danke dir für deine Offenheit. Ich habe durch dich sehr viel gelernt – über die Geschichte der Jesiden und über den Mut seinen eigenen Weg zu gehen.</p>



<p>Weißt du Didar, was du später irgendwann einmal verfilmen solltest? <br>Dein Leben.</p>
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		<title>Girls support girls</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2020 05:27:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich beobachte immer wieder, wie schnell wir Frauen in eine Art Konkurrenz zueinander treten. Wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich beobachte immer wieder, wie schnell wir Frauen in eine Art Konkurrenz zueinander treten. Wie schnell wir dazu tendieren, uns miteinander zu vergleichen. Sie hat die längeren, schöneren Haare. Sie hat die bessere Figur. Sie sieht auf jedem Bild perfekt aus. Sie lacht so wunderschön. Ja, das ist alles oberflächlich. Das sind rein optische Vergleiche. Aber das ist nun mal das Erste was wir sehen. </p>



<p>Und da sind wir mit uns ganz besonders kritisch. In unserem Spiegel und in dem Licht in unserer Wohnung sehen wir einfach nicht so aus, wie wir das gerne hätten. Es könnte alles straffer, dünner, strahlender und einfach perfekter sein. Aber warum eigentlich? Weil wir denken, die Frau in der Werbung, bei Instagram oder im Film ist das Ideal? Ich denke, wir können uns alle diese Frauen als Vorbild nehmen. Aber auf keinen Fall wegen ihres Aussehens, wegen ihrer langen, schlanken Beine oder der perfekten Haut. Nein. Wir sollten uns diese Frauen als Vorbild nehmen, weil sie für etwas gekämpft haben. Weil sie sich für das was sie lieben einsetzen. Weil sie ihren Weg gehen. Und dafür mit Sicherheit hart gearbeitet haben – sind wir mal ehrlich, wer von uns trainiert schon täglich für den perfekten Traumkörper. Hinter jedem dieser Bilder steckt viel Arbeit, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Und genau dafür sollten wir diese Frauen bewundern und unterstützen. </p>



<p>Und wir alle haben so viele Potenziale, die wir nutzen könnten. Und für die uns mit Sicherheit auch irgendeine andere Frau bewundert. </p>



<p class="big-text "> Das wichtigste ist aber, dass wir zusammenhalten und uns gegenseitig anfeuern.</p>



<p>Für all das was die Generationen vor uns erkämpft haben. Dass wir sein können, wer immer wir wollen. Alles werden können, was wir sein wollen. Keine Ideale und Klischees mehr erfüllen müssen – wenn wir nicht wollen. Und weil das noch lange nicht auf der ganzen Welt der Fall ist, müssen wir weiter dafür einstehen. Jeder von uns bestimmt selbst, was uns als Frau ausmacht. Und wie so oft, liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Und was ich persönlich besonders schön finde, sind Frauen, die sagen was sie wollen, die sich trauen anders zu sein. Ich wünsche mir keinen Neid, sondern Rückhalt. Ich wünsche mir, dass Frauen sich genauso unterstützen, zujubeln &amp; anfeuern wie Männer es eigentlich fast immer tun. Wir sind alle gemeinsam so stark und können einen Unterschied machen. </p>



<p>Wir können füreinander, miteinander und nicht gegeneinander die Welt verändern. Ich kenne so viele starke, einzigartige Frauen. Jede ist auf ihre Art und Weise besonders. Ich danke euch allen für die Inspiration die ihr für mich seid. Allen meinen Freundinnen, für ihre Kraft und Stärke für die ihr steht. Ihr seid einzigartig. Und gemeinsam sind wir unschlagbar. </p>
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		<title>Heimat ist ein Gefühl &#8211; und ein Ort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2020 10:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange Zeit wollte ich einfach nur weg. Raus aus dieser erdrückenden Enge. Irgendwie war alles [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lange Zeit wollte ich einfach nur weg. Raus aus dieser erdrückenden Enge. Irgendwie war alles so klein, unspektakulär und alltäglich. Die Vorstellung von einer großen, aufregenden und bunten Stadt erfüllte mich mit Sehnsucht. Hierbleiben und irgendwann am Samstag auf dem Wochenmarkt Gemüse kaufen – genauso wie alle anderen Einwohner dieser Stadt? Niemals. Aber das erste was ich vermisst habe, als ich in einer anderen Stadt gelebt habe, war dieser spießige Wochenmarkt. Auf dem man die Verkäufer schon kennt, immer wieder jemandem „Hallo“ oder „Schönes Wochenende“ zurufen kann. Die enge Markstraße, durch die sich gefühlt die ganze Stadt schiebt. Um ehrlich zu sein habe ich noch viel mehr ganz schrecklich vermisst. Aber das wurde mir erst klar, als ich viele Jahre später wieder hier her zurückgezogen bin. Es ist nicht so, dass ich nicht immer wieder von der großen Stadt träume.</p>



<p>Für den Moment habe ich aber meine Heimat gefunden. Sie ist vielleicht nicht besonders kosmopolitisch. Am Puls der Zeit ist sie irgendwie auch nicht. Die Menschen sind vielleicht oft etwas engstirnig, wenn die Mülltonne frühestens am Abend bevor sie abgeholt wird rausgestellt werden darf. Ein Skandal, wer die schönen, sauberen Straßen durch eine Mülltonne verschandelt. Es herrscht einfach ein gewisser Konsens darüber wie die Dinge gemacht werden. Es gibt ungeschriebene Gesetze, an die man sich eben hält. Für mich als sehr freiheitsliebenden Menschen oft sehr gewöhnungsbedürftig. Aber alle diese teilweise absurden Regeln, Gewohnheiten und Eigenarten dieser Stadt haben mir vor gut drei Jahren sehr viel Halt gegeben. Nach einer sehr schwierigen Trennung, nach einer sehr schwierigen Beziehung, ohne Wohnung, ohne Job – hat mich die Welt hier in meiner Heimatstadt wieder ausgespuckt. Damals fühlte ich mich das erste Mal in meinem Leben wirklich vollkommen perspektivlos. Ich wusste überhaupt nicht mehr wie und wo mein Leben weitergehen soll. </p>



<p class="big-text "> Und ausgerechnet hier habe ich wieder ein bisschen Hoffnung gefunden.</p>



<p>Da war eben dieser Wochenmarkt, den ich so gut kenne. Da waren diese Straßen, durch die ich schon vor Jahren gegangen bin. Dieser Ausblick in Richtung Berge und See. Und da waren diese Freunde, die mich schon seit der Schulzeit kennen. Mein Gefühl hat mir sofort gesagt, dass ich hierbleiben muss. Nein, dass ich hierbleiben will. Vielleicht ist es nur eine Station – aber vielleicht ist es auch der Ort, an dem ich bleiben werde. Ich weiß es nicht. Heimat ist ein Gefühl, das stimmt. Aber Heimat ist für mich auch ein Ort.</p>



<p>Neulich bekam ich Besuch von Freunden aus Frankfurt. Ich verbinde mit Ihnen ein anderes Leben, in einer anderen Stadt. Ihnen meine Heimat zu zeigen hat mir viel bedeutet. Und noch viel schöner war, dass es ihnen hier gefallen hat. Und plötzlich war da dieses Gefühl, dass ich angekommen bin. Vor ein paar Jahren hätte sich das wahrscheinlich noch angefühlt wie versagen. Ich wohne nicht im hippen Berlin, im weltbekannten Hamburg, im schicken München. Nein, aber ich fühle mich an vielen Orten zu Hause. Weil da überall wundervolle Menschen auf mich warten, die ich besuchen kann. Ein kleines Stück Zerrissenheit wird wohl immer bleiben – vor allem wenn ich wieder für ein paar Tage in Berlin war. Dann ist da dieser kleine Funke Wehmut und Sehnsucht. Diese Vorstellung davon, wie anders mein Leben wahrscheinlich wäre, hätte ich mich für ein Leben in Berlin oder Frankfurt entschieden. Manchmal verlaufen die Wege doch anders, als wir es geplant haben. Wenn ich jetzt zurückblicke, hätte der Weg bisher nicht besser verlaufen können. Nämlich hierher in meine Heimat. Meine Heimat im Süden.</p>
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