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	<title>Zukunft Archive - Nevermind Blog</title>
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	<description>Der Blog über Gedanken, Menschen &#38; Geschichten</description>
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	<title>Zukunft Archive - Nevermind Blog</title>
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		<title>Hör auf, auf morgen zu warten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2020 08:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Leben findet jetzt statt – genau heute. Ich habe mich neulich mit einer Freundin [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nevermindblog.de/hoer-auf-auf-morgen-zu-warten/">Hör auf, auf morgen zu warten!</a> erschien zuerst auf <a href="https://nevermindblog.de">Nevermind Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Leben findet jetzt statt – genau heute. Ich habe mich neulich mit einer Freundin darüber unterhalten, dass wir sehr oft auf ein Ereignis warten, welches irgendwann in der Zukunft stattfindet. Wir warten auf das Wochenende, den nächsten Urlaub – wir fiebern Ereignissen entgegen, die noch gar nicht da sind. Natürlich ist das auch schön und völlig normal. Ich meine wer wacht schon an einem Montag auf und sagt: </p>



<div class="quote">Endlich ist das Wochenende vorbei und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als wieder durch die Baustellen und den Berufsverkehr zur Arbeit zu fahren. Ich genieße den Moment, wenn das Telefon wieder durchklingelt und zu all den nicht erledigten Aufgaben von letzter Woche nochmal hunderte neue Aufgaben dazukommen.<p class="quote-author">niemand</p></div>



<p>Mit Sicherheit fällt es da selbst den härtesten „Ich-Lebe-Im-Hier-und-Jetzt“-Anhängern schwer, sich nicht doch ein bisschen auf das Wochenende und die freien Tage zu freuen. Und auf jeden Fall ist Vorfreude ja bekanntlich auch die schönste Freude. Nur vergessen wir vielleicht oft, dass eben manche Ereignisse, die wir uns vielleicht in der Zukunft schön ausmalen, niemals eintreten könnten. Wir nehmen uns irgendwie unsere eigene Zeit, indem wir für eine ungewisse Zukunft leben. Das Wochenende und der nächste Urlaub sind da nur kleine Beispiele. Manche warten auf den Moment, indem sie ganz oben auf der Karriereleiter angekommen sind. Auf die nächste Beförderung. Das nächste neue Auto. Das Eigenheim. Den Ruhestand. Alles Ereignisse, die vielleicht nie eintreten werden. Und selbst wenn, vielleicht sind wir dann damit gar nicht so glücklich, wie wir uns das ausgemalt haben. Das wäre doch unglaublich schade, wenn wir dann die vielen Momente und Tage davor nicht richtig gelebt hätten. </p>



<p>Ich bin oft ganz genau so – ich freue mich dann auf etwas in der Zukunft und kann es kaum erwarten bis es endlich da ist. Aber wie oft war es dann eben halb so schön, wie in meinen Gedanken. Und dann war es doch schade, dass ich an den anderen Tagen irgendwie nicht richtig präsent war. Versteht mich nicht falsch, ich will keinem die Freude auf die Zukunft nehmen. Das wäre ja schlimm. Es ist toll, wenn man sich auf etwas freuen kann. Aber ich habe für mich beschlossen, dass es sich oftmals lohnt mehr im Heute zu bleiben. Und nie zu vergessen, dass eben auch jeder Tag ein schöner sein kann. Auch die vielen Tage, die wir auf etwas ganz Besonderes in unserem Leben warten mussten. </p>



<p class="big-text ">  Vielleicht können wir uns da auch alle gemeinsam öfters daran erinnern und versuchen spontaner zu sein. Lasst uns nicht immer alles auf einen Zeitpunkt in der Zukunft verschieben.</p>



<p>Wenn wir uns nach Freiheit sehnen, dann fahren wir eben einfach direkt noch am Abend raus in die Natur – nicht erst am Wochenende. Wenn wir den nächsten Urlaub kaum erwarten können – lasst uns rausschauen aus dem Fenster. Ist es da nicht manchmal auch wie Urlaub? Wenn wir etwas ändern wollen – dann lasst es uns doch einfach genau jetzt tun und nicht erst irgendwann in ein paar Monaten. Geht raus und sagt, was ihr sagen wollt. Fragt, was ihr fragen wollt. Nicht morgen, nächstes Wochenende oder im Ruhestand. Denn da ist es vielleicht zu spät.</p>
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		<title>Schicksal &#038; Chance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2020 08:06:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach meinem letzten Beitrag über Laila – der doch einige unvorhergesehene Reaktionen ausgelöst hat &#8211; [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nevermindblog.de/schicksal-chance/">Schicksal &#038; Chance</a> erschien zuerst auf <a href="https://nevermindblog.de">Nevermind Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach meinem letzten Beitrag über Laila – der doch einige unvorhergesehene Reaktionen ausgelöst hat &#8211; möchte ich euch etwas über meine Arbeit erzählen. Als Beraterin für Integration in Ausbildung begleite ich Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, auf Ihrem Weg in die Berufsausbildung. Egal woher, egal wie alt. Egal wie der rechtliche Status im Moment aussieht. Wir versuchen, Perspektiven aufzuzeigen.</p>



<p>Ein ganz klarer Arbeitsauftrag. Klingt eigentlich auch einfach, oder? Es ist allerdings alles andere als das. Es geht um viel mehr, als Berufsberatung und Ausbildungsverträge. Es geht um ganze Schicksale, die oft mit in eine Beratung gebracht werden. An manchen Tagen habe ich so viele unterschiedliche Probleme auf dem Tisch, dass ich an meine Grenzen komme. Ich muss immer wieder meine Meinung überdenken. Wer möchte, dass ich helfe und mich einsetze, von dem erwarte ich Ehrlichkeit und Offenheit. Bei Laila war es zu Beginn unserer Zusammenarbeit auch nicht einfach. Nachdem ich ihre Geschichte kannte und wie sie damals gewohnt hat, was sie alles beschäftigt hat, da konnte ich viel besser mit ihr umgehen. Und plötzlich hat sich alles gelöst. Aber auch bei ihr, war es ein langer Weg mit zahllosen Gesprächen.</p>



<p class="big-text "> Es ist wie bei jedem Beruf, der mit Menschen zu tun hat. Es gibt die positiven und die negativen Beispiele.</p>



<p>Es gibt die Menschen, die Ratschläge annehmen und es gibt diejenigen, die das nicht tun. Ich versuche in jedem Menschen das Gute zu sehen, die Potenziale und die Fähigkeiten. Auch wenn es in erster Linie um die berufliche Zukunft geht – die größten Erfolge können wir feiern, wenn man den ganzen Menschen sieht.</p>



<p>Letzte Woche hatte ich einen Termin mit einem jungen Mann, den ich schon seit zwei Jahren kenne. Er macht eine Ausbildung, ist sehr gut in der Schule, sein Deutsch ist fast perfekt. Vor fünf Jahren ist er mit Freuden aus Syrien nach Deutschland geflohen. Losgezogen sind sie mit einem Rucksack mit dem Notwendigsten – angekommen sind sie nur mit dem, was sie anhatten. Er hat mit größtem Engagement und Einsatz seinen Weg hier in Deutschland gemeistert. Jetzt saß er vor mir und zeigte mir sein wirklich gutes Zeugnis. Doch irgendwas bedrückte ihn. Ich habe nachgefragt. Er erzählt mir, dass sein jüngerer Bruder in Syrien in wenigen Monaten ins Militär eingezogen werden soll. Daran führt kein Weg vorbei, sobald er sein Studium abschließt. Die Fluchtwege sind versperrt. Der Libanon wird seine einzige Chance sein, nicht in den Krieg ziehen zu müssen. Und wer die Nachrichten verfolgt, der weiß, dass es im Libanon aktuell auch nicht gerade rosig aussieht – schon gar nicht für syrische Flüchtlinge. Und mit diesen Sorgen im Gepäck steht er nächste Woche wieder auf und geht zur Arbeit. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich das oft selbst belastet.</p>



<p class="big-text "> Trotz all dieser oft sehr schweren Schicksale – es geht auch darum, die Chancen hier in Deutschland zu nutzen.</p>



<p>Und zu meiner Aufgabe gehört es das immer wieder zu betonen. Der ein oder andere würde sagen, ich bin da oft sehr streng. Integration funktioniert nur, wenn beide Seiten dazu beitragen – das habe ich jetzt gesagt, auch wenn das vielleicht eine neue Welle von Kritik auslöst. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das immer wieder betont werden sollte. Eine klare Linie. Auch in dem Fall des jungen Mannes dessen Bruder gerade in großer Gefahr ist. Er wird am meisten erreichen, wenn er seine Chance hier nutzt und seinen Weg weitergeht. So schwer das an vielen Tagen mit Sicherheit ist.</p>



<p>Ich freue mich euch in folgenden Texten viele dieser Menschen vorstellen zu dürfen. Und vielleicht wird durch diese Geschichten auch deutlich, wie komplex das Thema der Integration ist. Es lässt sich nicht an wenigen Beispielen erklären. Ich möchte trotzdem meine Erfahrungen mit euch teilen – freut euch auf Geschichten aus meinem Arbeitsalltag, die euch mit Sicherheit zum Lachen und zum Nachdenken bringen werden.</p>
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		<title>&#8222;Menschen sollten immer zuerst ihr Herz fragen, bevor sie sprechen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2020 06:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich möchte euch Laila vorstellen. Zu unserem Treffen für das Interview kommt sie direkt von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich möchte euch Laila vorstellen. Zu unserem Treffen für das Interview kommt sie direkt von ihrer Ausbildungsstelle – seit einem Jahr arbeitet sie in einer Zahnarztpraxis. Und das obwohl sie kein Blut sehen kann. Aber dazu später mehr. Wir sitzen in einem Café, draußen. Reden wie gute Freundinnen über die letzten schwierigen Monate durch Corona. Ich freue mich sehr, sie wiederzusehen und noch mehr, dass ich ihre Geschichte erzählen darf.</p>



<p>Laila ist besonders – ihre Geschichte ist besonders. Wie viele andere kam sie im November 2015 mit ihrer Mutter und ihrem Schwager nach Deutschland. Insgesamt drei Wochen war sie auf der Flucht. Eine Woche mussten sie in der Türkei warten, bis sie eines der Boote nach Griechenland nehmen konnten. Ihr Vater sei in Syrien geblieben. Warum? Er will die Heimat nicht verlassen; die Mutter und Tochter müssen alleine fliehen. Eine unglaubliche Vorstellung für mich – ich schaue immer wieder zu Laila, etwas besorgt unser Gespräch könnte sie zu sehr aufwühlen. Aber sie erzählt völlig klar und mit tapferer Stimme. Die Entscheidung Syrien zu verlassen hatte einen bitteren Grund. Laila wurde auf dem Weg zur Schule von einem fremden Mann entführt – die Passanten konnte nichts tun, der Entführer hatte eine Pistole. Es ginge nur um das Lösegeld, welches er von Lailas Familie verlangte. Nach einer Woche konnte ihr Vater das Geld auftreiben und seine Tochter wieder in die Arme schließen. Seit diesem Moment konnte Laila sich nicht mehr sicher fühlen. Wäre sie in ihrer Heimat geblieben, hätte sie das Haus nie mit einem guten Gefühl verlassen können.</p>



<div class="quote">Hier in Deutschland habe ich mich endlich wieder sicher gefühlt.<p class="quote-author">Laila</p></div>



<p>Das Gefühl, ohne die Angst verfolgt zu werden auf der Straße zu laufen, bedeutete Freiheit. Alles andere war neu &amp; fremd. „Ich dachte mir damals, diese Sprache werde ich niemals lernen“, sagt sie und lacht. Du hast es geschafft, Laila – ich verstehe alles was du sagen möchtest und noch viel mehr. Die Zeit in der Flüchtlingsunterkunft mit vielen Bewohnern aus verschiedenen Ländern wäre hart gewesen. Es war eng, man teilte sich dasselbe Badezimmer und die Küche. Die Sauberkeit der Mitbewohner lies mehr als zu wünschen übrig. Ganz begeistert allerdings war Laila von der Offenheit der Deutschen. „Hier werden wir akzeptiert. Viele Syrer sind nicht so offen untereinander, wie es die Deutschen uns gegenüber sind.“ </p>



<p class="big-text "> Ich freue mich, dass sie das sagen kann. Von Herzen wünsche ich ihr, dass sie hier ankommen kann.</p>



<p>Wenn sie über ihre Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten spricht, lacht sie. „Ich kann jetzt sogar fast ohne Probleme Blut sehen“. Ich fasse es nicht – fast ein Jahr ist sie regelmäßig umgekippt beim Anblick von Blut. Durch viel Übung und einen verständnisvollen Chef, hat sie auch dieses Problem überwunden. Schon zu Beginn ihrer Ausbildung hat Laila bewiesen, dass sie wirklich ankommen möchte. Ihr damaliger Chef bat Laila das Kopftuch während der Arbeitszeit in der Praxis abzulegen – es wäre leichter für sie. Der Entschluss das Kopftuch tatsächlich nicht mehr zu tragen, ist ihr nicht schwergefallen. </p>



<div class="quote">Ich trage meinen Glauben im Herzen. Er muss nicht von außen sichtbar sein.<p class="quote-author">Laila</p></div>



<p>Für ihre Mutter allerdings war es sehr schwer. Sie hatte Angst, ihre Tochter wendet sich von ihrem Glauben ab. Sehr schnell hat sie aber erkannt, dass ihre Tochter auch ohne Kopftuch noch dasselbe zuverlässige, liebenswerte und freundliche Mädchen ist, das sie davor auch schon war. Es wäre wichtig, Deutschland nicht mit der Heimat zu vergleichen, meint Laila. Vielen würde das schwerfallen. Eine andere Kultur, eine andere Religion. Aber es ist einfach notwendig, wenn man ein Leben in einem anderen Land beginnt. „Das allerwichtigste ist aber die Sprache“, sagt Laila, deren größte Angst es war diese niemals zu lernen.</p>



<p class="big-text "> Wenn wir in zehn Jahren hier wieder gemeinsam sitzen, in einem Café an einem Montagabend, wie sieht dann wohl Lailas Leben aus?</p>



<p>Diese Frage stelle ich ihr. Laila muss kurz überlegen. „Ich arbeite auf jeden Fall im medizinischen Bereich, habe eine Weiterbildung gemacht. Vielleicht habe ich dann ein Kind – dann bin ich 33 Jahre alt.“ Ich bin nach diesem Gespräch noch mehr von dieser jungen, bezaubernden Frau beeindruckt. Sie hat ihren Weg gefunden und dafür sehr an sich gearbeitet. Ihr Appell an andere junge Frauen aus Syrien: „Lernen, studieren, eine Arbeit haben – nicht Hausfrau sein.“ Das Leben mit Arbeit ist besser, als nur zu Hause zu sein. Der Kontakt mit anderen habe sie stärker gemacht – von innen. Sie hat gelernt selbstständig ihre Entscheidungen zu treffen – und bisher könnte sie es nicht besser gemacht haben.</p>



<p><em>Liebe Laila, dein Satz „Menschen sollten immer zuerst ihr Herz fragen, bevor sie sprechen“, hat mich besonders berührt. Du machst das auf jeden Fall. Ich bin wirklich unglaublich stolz auf dich, dass du während unserer gemeinsamen Arbeit so oft bereit warst, deine Entscheidungen zu überdenken und neue Wege zu gehen. Ich wünsche dir und deiner Familie ein friedliches und glückliches Leben. Danke, dass du hier bist!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nevermindblog.de/menschen-sollten-immer-zuerst-ihr-herz-fragen-bevor-sie-sprechen/">&#8222;Menschen sollten immer zuerst ihr Herz fragen, bevor sie sprechen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nevermindblog.de">Nevermind Blog</a>.</p>
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		<title>Gute Dinge brauchen Zeit</title>
		<link>https://nevermindblog.de/gute-dinge-brauchen-zeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 08:58:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin ungeduldig. Mit Sicherheit eine meiner größten Schwächen. Wenn ich etwas will, dann am [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nevermindblog.de/gute-dinge-brauchen-zeit/">Gute Dinge brauchen Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://nevermindblog.de">Nevermind Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich bin ungeduldig. Mit Sicherheit eine meiner größten Schwächen. Wenn ich etwas will, dann am besten sofort, jetzt und gleich. Auf etwas zu warten ist fast unerträglich für mich. Wenn ich mir etwas Neues zum Anziehen kaufe – oder eigentlich egal was – dann will ich es sofort anziehen. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann will ich es auf der Stelle umsetzen. Möchte ich etwas haben, dann gleich.</p>



<p>In vielen Situationen ist es gut, sich richtig reinzuhängen. Mit vollem Einsatz für etwas zu kämpfen. Aber immer mehr wird mir klar: die richtig guten Dinge im Leben, brauchen einfach Zeit. Manchmal brauchen wir einfach Zeit, bis wir wirklich bereit sind. Ich sage mir alle diese Sätze oft genug, aber trotzdem ist es wahnsinnig schwer. Ständig habe ich Angst, etwas zu verpassen. Wenn ich zu lange warte, vielleicht ist es dann zu spät? Wenn ich mir zu viel Zeit lasse, dann habe ich vielleicht den richtigen Zeitpunkt verpasst?</p>



<p>Ich habe vor einigen Tagen etwas gelesen, dass mich zum Nachdenken gebracht hat.</p>



<div class="quote">Es braucht vielleicht seine Zeit, doch am Ende kommt zusammen, was zusammengehört.<p class="quote-author">unbekannt</p></div>



<p>Hört sich das nicht unglaublich schön an? Wenn wir einfach darauf vertrauen, dass alles was sein soll auch wirklich passieren wird. Wir könnten uns also entspannt zurücklehnen und abwarten. Es wird alles gut. In der Theorie klingt das einfach. In der Praxis ist es fast unmöglich. So geht es mir zumindest. Ich möchte die Dinge in der Hand haben. Einfluss darauf haben, was passiert. Wann es passiert und am besten auch wie. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, dann war alles was ich erzwingen wollte oder woran ich zulange festgehalten habe, rückblickend betrachtet schlichtweg nicht gut für mich. Warum auch immer wir versuchen etwas zu halten oder zu kontrollieren. Sobald wir zu sehr festhalten, ist es wahrscheinlich nicht richtig. Ich möchte deshalb lernen, loszulassen. </p>



<p class="big-text "> Und darauf zu vertrauen, dass alles was für mich bestimmt ist, seinen Weg zu mir findet.</p>



<p>Ich möchte auf meine Intuition hören, die mir sagt, dass es richtig ist zu warten.Und, dass eben die besonders guten Dinge im Leben einfach ihre Zeit brauchen. Ich möchte lernen, darauf zu vertrauen. Vertrauen in den Lauf des Lebens. Freunde, die bestimmt sind zu bleiben, werde immer da sein. Der Beruf, der für mich der richtige ist, wird sich mit der Zeit zeigen. Und derjenige der zu mir gehört, ist einfach da – genau zum richtigen Zeitpunkt.</p>
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